AustenWeb

Der Blog von Gernot Austen

Tour de Tortur – 5. Tag Kreta 2019

Das nennt man dann wohl selbstgewähltes Schicksal und so war es ja auch.

Wir hatten letzte Jahr schon den Plan, bei unserem Kretabesuch die Samaria-Schlucht zu „bezwingen“. Leider machte uns der „falsche“ Monat (April 2018) einen Strich durch die Rechnung, da die Schlucht für gewöhnlich erst am 1. Mai aufmacht.

Wie bereits angekündigt, sollte nach Santorini noch ein zweites Highlight dieses Jahr gebucht werden. Wir hatten Glück, denn auch dieses Jahr machte die Schlucht, wegen dem vielen Regen/Niederschlag im Winter, erst 14 Tage nach dem eigentlichen Öffnungstermin auf.

Heute war es dann soweit und die Nacht um 4:45 Uhr zu Ende. Wir begannen mit einem Frühaufsteherfrühstück 5:25 Uhr den Tag denn unsere Bus fuhr Punkt 5:55 Uhr ab.

Nach 3 1/2 Stunden trafen wir auf der Hochebene der Schlucht ein und wurden mit einem „Viel Spaß“ von unserer Reiseführerin Claudia auf die Strecke geschickt.

Wichtig wäre es an dieser Stelle zu erwähnen, dass die Wanderung eben keine 08/15 Tour ist. Dies wurde uns von Claudia auch bereits im Bus sehr eindringlich erklärt und wir sollten dies auch am eigenen Körper und bei anderen Wanderern auch sehr deutlich sehen.

Der Wanderweg verläuft von einer Höhe von 1200 auf Null, denn er endet genau am Hafen.

Was uns sofort auffiel, war die mannigfaltige Natur, hier insbesondere die Vielfalt an Bäumen des Mittelmeerraumes, was mich als Baumfreud natürlich besonders interessierte

Der gesamte Weg war anspruchsvoll und forderte zu jedem Moment die absolute Konzentration beim Gehen. Auch hier wurde uns quasi eingebläut „Bei Laufen nach unten bzw. auf den Weg achten, Gucken/Fotografieren nur im sicheren Stand.

Wir hielten uns naturgemäß nicht immer an diese Regel, aber die „Bestrafung“ folgte im wahrsten Sinne auf dem Fuß, denn der knickte einfach mal um. Gott sei dank für uns ohne Konsequenzen, denn auch die sind hier knallhart geregelt.

Falls doch ein Unfall oder Schwäche der Wandernden eintritt, entscheiden innerhalb der ersten 4 Kilometer (von 13), die sogenannten Wächter oder die ReiseführerIn die Rückkehr zum Ausgangsort anzutreten, ggf. per Eseltransport. Danach nur noch die Wächter (Ranger). In jedem Fall ist eine tagesgleiche Rückkehr des Wanderers/Tourist ausgeschlossen und man darf sich seinen Rücktransport selbst organisieren.

Der Weg war, wie oben bereits angedeutet, nicht ohne. Die Natur und die visuellen anderen Eindrücke entschädigten dafür umso mehr. Gerade im zweiten Teil des Weges, ging es immer wieder am Flussbett entlang oder durch. Anfangs waren es Trittsteine, die es manchmal in sich hatten, will sagen locker waren. Diese musste erst erkannt werden und die Überquertechnik dementsprechend angepasst werden. später gab es auch Lattenbrücken, die schön durchschwangen, was bei dem einem oder der anderen noch einmal ein „herrlich schwebendes Gefühl“ ergab. 😉

Um so länger der Trial wurde, schwanden Kraft und Konzentration, die immer wieder gepusht werden musste, denn Aufgeben war für uns keine Option.

Am Ende waren wir teils schmerzerfüllt aber eben auch total glücklich diese Herausforderung gemeinsam gemeistert zu haben. Es sind diese Momente, wo Du an Deine Grenzen gehen musst und kannst.

Natürlich gibt es keine Wiederkehr hierher, denn einmal reicht und man soll sein Glück nicht zu sehr strapazieren.

Fazit: Ein Wahnsinn in jeder Hinsicht….Mega beeindruckend und doch sehr anstrengend.

Das Ziel aller Bemühungen, die Eiserne Pforte

Nach der Samariaschlucht haben wir uns mit letzter Kraft gerade so zur Fähre geschleppt. Nach einer Stunde schippern auf der Südseite von Kreta, erreichten wir den Ort, von wo aus unser Bus uns wieder in die Hotelanlage brachte.

Link zum Block Kreta 2019

Wenn Sie sich in Zukunft bei Neuerscheinung eines Beitrages automatisiert per E-Mail informieren lassen wollen,
so abonnieren Sie meinen BLOG gleich hier.

Gehen Sie zur Startseite >>HIER<<

« »

© 2019 AustenWeb. Theme von Anders Norén.

Translate »
%d Bloggern gefällt das: