Seid kreativ und innovativ, aber wehe ihr seid es dann wirklich.

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Wenn Innovation auf eine Wand aus Formalismus trifft, verliert man die Lust auf Innovation oder die Fortsetzung von: Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben …

Wie bereits geschrieben, will man ja nicht gleich die ganze Welt neu erfinden. Dennoch versucht man immer wieder seinen Kolleginnen und Kollegen zu helfen, damit sie einfach “nur” ihre Arbeit besser, schneller oder effektiver machen können. Ich muss wohl mal an meinem hyperaktiven Helfersyndrom arbeiten und ich denke, ich werde das tun!

In der Regel kommen die “Bedarfsträger” auf mich zu und fragen, ob ich nicht eine Idee hätte und schon fangen meine Synapsen an zu arbeiten. Ja, es stimmt nun mal, ich habe die Möglichkeiten und oft auch die Fähigkeiten ihnen ihren Wunsch zu erfüllen.

Es sind oft nur kleine Tools. Manchmal wird aber aus einer ehemaligen kleinen Anwendung, über die Jahre, doch schon mal ein “ausgewachsenes” Programm mit einer letztendlich sehr breiten Funktionalität. Nun ja, das kennen sicherlich viele von Euch: erst der Finger und zack, ist der Arm ab. 😉

Alle meine bisherigen “Werke” wurden auf der Grundlage der uns in der Firma zugänglichen Programme erstellt und sind im üblichen Datensicherungsmechanismus eingegliedert, so hofft man zumindest. Keiner kam bislang auf die Idee, für eine Exceldatei, Accessdatenbank oder einen Sharepoint Teamraum, besondere Sicherheitskonzepte etc. zu fordern.

Diese Vorgehensweise wurde Jahr ein, Jahr aus für gut befunden. Alle waren zufrieden, weil es ergebnisorientiert und vor allem auch für andere Bereiche von Nutzen war. Weiterhin wurden keine zusätzlichen Kosten beantragt/benötigt, geschweige denn verursacht.

Ich habe an dieser Vorgehensweise bis heute nichts geändert.

Wenn man aber mit seiner Arbeit jemanden in die Quere kommt, was nie die Absicht war, dann kann es “unruhig” werden.

Unruhe erzeugt man heutzutage gerne mit wilden Formalismus und den wiederum dürfen dann Dritte subtil überbringen. Für denjenigen der das initiiert gilt das erwiesenermaßen selbstredend nicht.

Es wird also schon mal das nachträgliche zwingend erforderliche Herbeibringen aller notwendigen Unterlagen (Geschäftsprozessanalyse, Wirtschaftlichkeitsnachweis, Datenschutz-/Sicherheitsanalysen etc.), wie für eine komplette neue Anwendung gefordert, obwohl es im aktuellen Fall nur um einen Lizenzwechsel oder ein ganz normales Update geht. Ein besonderes Geschmäckle bekommt die ganze Sache, wenn dieses bezahlte Update seit über einem Jahr quasi für uns bereitliegt und immer wieder verschoben werden muss, weil andere Prozesse eine höhere Priorität haben.

Wenn man nun versucht, diese überzogenen und am Ende fraglichen Forderungen auf den eigentlichen Sachstand und deren wirkliche Gegebenheiten mit Argumenten zurück zu führen, ist man ganz schnell die Persona non grata bzw. eine Person mit einer herabwürdigen Art gegenüber anderen Kolleginnen oder Kollegen – und das nur, weil man seinen Standpunkt vertritt.

Oft gipfelt es dann naturgemäß mit der Kontaktaufnahme vom großen Chef des einen Mitarbeitenden, zum anderen großen Chef (von mir), damit dieser wiederum diesen Flegel (also mich) zur “Ordnung” ruft. Allerdings hat dieser bisher wohl Besseres zu tun, als diesem Verlangen nachzukommen. 😉

Früher hat man das mit einem klärenden Telefonat (“unter Männern”) direkt geklärt, zumal man sich eigentlich kennt und der Gegenüber auch schon des Öfteren Nutznießer meiner Tools und deren Daten war. Nun ja … alles ist scheinbar vergänglich bzw. hat so seine Zeit – Schade.

Am Ende führen sich solche Zeitgenossen dann gerne selbst ad absurdum, wenn sie alles ignorieren, was sie eben noch so vehement eingefordert haben. Und warum machen sie das, weil sie es (bisher ungeahndet) mit Wissen ihrer Chefs machen durften?

Dieses wird von mir dann SEHR gerne zur Kenntnis genommen. Ich bin überhaupt nicht nachtragend, allerdings bin ich vom Sternbild Elefant und diese wiederum vergessen wohl eher wenig. 😉

Am Ende muss ich dennoch resümieren: Ich verliere immer mehr die Lust bzw. werde gut überlegen, wen ich mit meinem Dazutun helfe. Dann dürfen gerne kostenrelvante Anträge gestellt werden, die schließlich wiederum durch eine handvoll Gremien laufen dürfen, um am Ende aus Kostengründen (weil nicht Kerngeschäft) abgelehnt werden.

Willkommen in der innovativen Transformation. (Sarkasmus off)

Wenn es das ist, was solche “Kollegen” und dem dann zu erwartenden neuen verkappten Formalismus erreichen möchten, dann soll es so sein. Ich habe genug Hühner zu reiten und brauche keinen schreienden Hahn auf des Nachbars Bauernhof.

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