Die ganze Strecke

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Wie von uns geplant und auch bereits angekündigt ging es heute von Müggelheim zum Wuhletal-Wanderweg nach nach Köpenick, um diesen an der Wuhle entlang bis nach Ahrensfelde zu folgen.

Der morgendliche Blick auf die Wettervorhersage lies uns nur kurz gegenseitig in die Augen schauen, um nicht mal diesen Spruch vom unpassenden Wetter – nur unpassende Kleidung zu setzen. Schnell noch einen warmen Tee in die Thermoskanne gekippt und ab ging der Ritt von Müggelheim nach Köpenick zum „Treffpunkt“ mit der Wuhle.

Die 10 km lange „Anreise“ ging überwiegend durch den Müggelwald (entlang am Müggelsee und Spree). Im Bahnhofsviertel angekommen, kurz noch in der Nähe vom 1. FC Union-Stadion und deren „Abseitsfalle“ (Insider) vorbei und zack waren wir bereit zum Date.

Gleich am Anfang hätten wir beinahe noch den Onkel Willi übersehen, doch meinem fotografischen Gedächtnis und alten Späherauge entgeht so etwas nicht und wir gingen hart in die Eisen, um noch einen kleinen Schwatz zu halten.

Dann ging es auch schon weiter und wir sahen eine wunderschöne herbstliche Szenerie der Natur.

Der gesamte Weg schlängelt sich immer wieder vom Ost- zum Westufer, durch den Wechsel der Seite des Rad-/Wanderweges der Wuhle. Auch musste man durchaus wachsam sein, wo denn nun der Weg eigentlich weitergeht. Zu Beginn war der Weg sehr gut ausgebaut – später gab es auch etwas wildere Abschnitte, die Aufmerksamkeit erforderten.


Etwas überraschend lag auf dem Weg lag auch eine Gedenkstätte vom Lager Kaulsdorfer Straße 90. Wir waren sehr erstaunt, über die hier zum Gedenken an die Geschichte aufgestellten Stelen. Wir beide haben davon noch nie etwas gehört, um so interessanter war die zusätzlich Geschichtsstunde für uns. Im Rahmen der nachträglichen Recherche für diesen Blog erstaunte mich der erste Satz des oben verlinkten Wikipediabeitrages: „Das Lager Kaulsdorfer Straße 90 war zur Zeit des Nationalsozialismus das größte von mindestens 30 Zwangsarbeiterlagern in Kaulsdorf Süd, heute Bezirk Marzahn-Hellersdorf in Berlin.“ Auch diese Anzahl, nur in diesem überschaubaren Gebiet, brachte mich noch einmal zum Nachdenken über die Geschichte und meiner Bildung bzw. Nichtbildung.


Weiter ging unsere Tour und es gab für uns noch weitere Gründe des Erstaunens, wenn auch weitaus entspanntere. Eine Sache war der sehr deutliche lokal unterschiedliche Wasserstand auf der gesamten Strecke der Wuhle.

Es gibt hier wirklich schöne Ecken zu sehen, was sich auch die diversen Häuslebauer gedacht haben müssen. Sehr idyllische Lagen luden zum hochpreisigen Bauen und Wohnen ein. Dann gab es sehr urige Ecken, in denen die Natur klar die Überhand nahm und uns ihre Schönheit sehr offen zeigte.

Am Ende, in Ahrensfelde angekommen, fing es leicht an zu nieseln und wir entschieden uns die Heimfahrt nach Mahlsdorf anzutreten. Alles muss auch mal ein Ende haben und wir hatte ja auch unser Ziel erreicht.


Nun galt es nur noch die Sache ehrenvoll zu Ende zubringen, was wir auch geschafft haben. Der Heimweg führte uns wie geplant nach Mahlsdorf. Es war irgendwie speziell, wenn man plötzlich aus der Natur heraus durch eine steinernde City fährt.


Als die beiden „Krieger“ in Mahlsdorf ankamen, standen 33 gefahrene Kilometer auf der Uhr. Nun galt es den müden Knochen eine Pause zu gönnen und uns ganz schnell mit einem verdienten Kaffee und einer süßen Nascherei zu belohnen. Meine bezaubernde Begleitung sammelte ihre letzten Kräfte und verwöhnte uns beide mit dem Ersehnten.

Der Digi-Nerd hat danach mal seine diverse digitalen Begleiter und Helferlein gecheckt und jupp, so fühlt man sich am Ende auch 😉

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