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Der Blog von Gernot Austen

Abkürzungsseuche & Denglisch-Wahn in der Arbeitswelt

Lesezeit: 2 Minuten

Ist unser aktueller dienstlicher Sprachgebrauch, ge- und befördert durch das Unternehmen, wirklich zeitgemäß und/oder zielführend?

Verstehen wirklich alle was gemeint ist, wenn alle Mitarbeitenden eines Unternehmens mit unterschiedlichen Voraussetzungen angesprochen (Neusprech: mitgenommen) werden sollen/müssen?

Da kann man zeitgemäß oder auch so hip sein wie man will, wenn viele von den Angesprochenen quasi abschalten oder sich nicht trauen nach der Bedeutung zu fragen, um nicht als doof dazustehen, ist die gute Absicht leider wohl nicht von Erfolgt geprägt.

“Gut gedacht ist nicht immer auch gut gemacht”

Abkürzungen

Hänschen hat mal in der Schule gelernt, wenigstens einmal und das bei Beginn der Verwendung den gesamten Begriff zu nennen, um dann gerne die Abkürzung folgen zu lassen. Leider hat das Hans wohl vergessen und so’ne Hansis gibt es verdammt viele – Schade, würde schon ganz schön helfen den Lesefluss/ das Textverständnis zu halten ggf. zu verbessern und das ist auch gar nicht so schwer 😉

Hier ein schöner Artikel dazu

Denglisch/Anglizismus im Arbeitsalltag


Es gehört zum Understatement des in Deutschland verbreiteten Englisch-Wahns, die schlichte Tatsache zu ignorieren, dass kaum jemand wirklich zweisprachig aufwächst, also eine Sprache so gut beherrscht wie die andere bzw. das nicht jeder die (fremdsprachigen) Fachbegriffe jeden Tag in seinem Arbeitsumfeld benutzt oder davon Kenntnis hat..

Sowohl Unternehmensführung als auch deren Krawattenträger und unsere geliebten digitalen Nerds (Erklärung gerne hier 😉 ) tun aber so, als könnten sie sich mühelos in Englisch oder Fach-Denglisch ausdrücken und somit die breite Masse der Beschäftigen nachhaltig erreichen.

Urteil: realitätsferne Fehleinschätzung

Ich hatte vor einiger Zeit das Glück, einen externen Berater kennen lernen zu dürfen, der am Anfang auch in seinem Beratersprech “gefangen” war. Nach mehreren Hinweisen, dass sein Tun (die unternehmensweite Planung und Einführung einer Kommunikationssoftware) von größerer Akzeptanz durch die Mitarbeitenden seines Kunden geprägt sein wird, nahm er dies zu seinem Besten an.
Er hatte verstanden. (Siehe auch gerne einen früherer Blog)

Meine Frage bleibt: Was bringt es einem großen Unternehmen, nur um sich scheinbar sehr zeitgemäß zu geben, mit seiner Basis nicht die gleiche Sprache zu sprechen. Andere Firmen machen sich gerade aus diesem Grund wieder auf den “Rückweg”, um sich hoffentlich dort wieder mit Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu treffen und sich gegenseitig “verstehen”.

Nur der Deutsche ist in der Lage, dem Bike einen anderen psychologischen Inhalt als dem altvertrauten Fahrrad abzugewinnen.

WebSite udo-leuschner.de

Der Gipfel

Englische Abkürzungen im alltäglichen Arbeitsalltag, ein Auszug – viel Spaß 😉

John Hain @Pixabay

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