Sommerurlaub 2018

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Dieses Jahr stand unser Sommerurlaub im Zeichen von Familienbesuchen. Dieser Ansatz hat einen ziemlich großen Vorteil. Man braucht in der Regel nicht auf die Suche einer passenden Unterkunft zu gehen und braucht damit auch keine Kosten-/Nutzenrechnung ansetzen, denn die Unterkunft ist vom Grunde her eher kostenneutral. 😉

Als Ziele waren meine Cousine (in der direkte Nähe der Nordsee) und meine Schwester (im rheinischen Bergischen Land) definiert.

NORDSEE

Die Nordsee stand schon lange auf meinem Programm und hier vor allem, sich mal das Geschehen von Ebbe und Flut anzuschauen. Ich kannte das bisher nicht, da ich eher ein „Urlaubs- und Kurztripkind“ der Ostsee, hier: „Darßjaner“ bin.

Beim letzten Familientreffen in Berlin sprach ich meine Cousine an, ob ihr vor Jahren ausgesprochenes Angebot immer noch stehe, sie doch mal zu besuchen. Sie bestätigte und so platzierte ich den Trip auf unserer 2018iger Sommerurlaubsliste.

Wir starteten also unsere kleine Deutschlandrundreise in Richtung Wittmund, einer Stadt im Nordwesten Niedersachsens und Kreisstadt des gleichnamigen ostfriesischen Landkreises. 

Dort angekommen und herzlich empfangen, machten wir uns gleich wieder auf den Weg zu meiner ersten Watterfahrung, es ging nach Schillig.

Nordsee – Schillig

Auf Schillig, die Halbinsel im Wangerland, befindet sich auch der Lieblingsbadestrand meiner Cousine und ihrer Jungs.

Nach einer kleinen Autofahrt waren wir am Ziel und enterten erst mal die fußschmeichelnde Pampe, die für mich am Anfang erst einmal gewöhnungsbedürftig war. Ebenfalls sehr interessant war für mich auch, wie schnell sich das Wasser bei Einsetzen der Flut sich in Richtung Land bewegt. Jetzt wurde mir klar, wie gefährlich das auch sein kann.

Nach dieser „Grenzerfahrung“ machten wir noch eine Wanderung am wunderschönen langen Sandstrand.

Nach der Rückfahrt nach Wittmund und einem leckeren Grillerchen haben wir uns natürlich über alte Zeit unterhalten…..wie man das halt immer so macht. 😉

Langeoog

Wenn man schon mal „da oben“ ist, sollte man sich nicht den Besuch einer der ostfriesischen Nordseeinseln entgehen lassen, was eben auch sowieso unser Plan war.

Nun hatten wir für die Entscheidung, welche Insel es nun sein sollte, die geballte lokale Kompetenz quasi im Zugriff.

Meine Cousine empfahl uns Langeoog, da wir hier nicht vom sogenannten Tidenhub abhängig wären, denn die Fähre von Bensersiel fährt den ganze Tag.

So sind wir dann von Wittmund nach Bensersiel gefahren und dann nach Langeoog mit der Fähre übergesetzt.

Schon die Überfahrt hat uns bei traumhaften Wetter viel Spaß gemacht und als Highlight einen Blick auf eine kleine Robbensandbank beschert. „Es gibt Momente, da stimmt einfach alles“ 😉

Die zwei Tage an der Nordsee vergingen wie im Fluge und wir sind uns sicher, dass wir hierher sich noch einmal wiederkommen werden.

Nun ging es aber ca. 350 km südlicher und so fuhren wir zu meinem Schwesterlein & Familie ins Rheinland.

Rheinland

Nach ca. 4 Stunden (der Verkehr darunter war wieder „göttlich“) kamen wir dann in Neunkirchen-Seelscheid im Rhein-Sieg-Kreis (südlicher Teil des Bergischen Landes) wohlbehalten an.

Am Abend gingen wir in ein kleines feines Restaurant (Haus am Berg). Neben dem sehr guten Essen hatten wir uns natürlich viel zu erzählen und so war der Tag dann auch schon vorbei.

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen des Kennenlernens eines neuen Erdenbürgers, genauer gesagt Erdenbürgerin. Die Tochter meine Schwester wurde mit Ihrem Partner zum ersten mal Eltern und nun kam die „bucklige“ Verwandschaft aus Berlin zum „Kinderkieken“. 😉 Unsere Gastgeber haben sich für den Abend viel Mühe gegeben und somit war das ebenfalls ein sehr gelungener Tag mit dem kleinen süßen Stargast.

Die nächsten beiden Tage waren mit leichten Wandertouren geplant, wobei leichte Wandertouren wohl eher der Begriff für die local heroes war und für die Berliner Flachlandtiroler doch schon eine Herausforderung darstellten.

Am ersten dieser Wandertage ging es zum Petersberg.

Petersberg (Siebengebirge)

„Auf-Auf“ zum Petersberg und das bitte schön entspannt, denn es war doch ganz schön anspruchsvoll für unsereiner. Auch heute hatten wir wieder Glück mit dem Wetter oder anders gesagt, die Hitze war nun nicht gerade ein Motivator. 😉

Oben angekommen, entschädige natürlich der Blick über das Gebirge und Vater Rhein für die Strapazen. Ein schönes kühles Weizenbier half bei der Regeneration.

Nach dem Abstieg belohnten wir uns in Königswinter noch mit einem leckeren Eis und einen kleinen Spaziergang zum Rhein.

So in das Wandergeschäft eingeführt, waren wir gut vorbereitet, um am morgigen Tag den Rotweinwanderweg zu meistern.

Rotweinwanderweg

Der Rotweinwanderweg entlang dem Ahrtal, war wirklich sehenswert und dennoch herausfordernd zugleich. Der Grund der Herausforderung bestand aus meiner städtischen Sicht aus einem einzigen Grund: Der Weg verläuft überwiegend auf der Sonnenseite, was natürlich bei einem „Weinweg“ auch absolut Sinn macht, aber eben auch schweißtreibend ist.

Tolle Landschaft gepaart mit der einen oder anderen Entdeckung von Architektur, Flora und Fauna machten diese Wanderung ebenfalls zu einem gelungenen Erlebnis.

Am Abend waren wir dann doch etwas down, aber die Freude über das Erlebte entschädigte dafür allemal.

Tja und schon waren die Tage wieder rum und wir fuhren mit unseren Erinnerungen im Kopf und mit den Bildern im Smartphone wieder nach Hause.

Die Entscheidung, den Sommerurlaub so zu verbringen, haben wir nicht bereut. Wir haben unsere Lieben wieder gesehen und vieles neu entdeckt und erlebt.