Wo ist nur die Lesekompetenz geblieben?

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Lesekompetenz ist dadurch definiert, dass man nicht nur einzelne Worte lesen, sondern die Worte dann auch zu Sätzen zusammenzubringen kann, um daraus den Sinn und die Bedeutung zu begreifen. Schließlich umfasst Lesekompetenz auch die Fähigkeit, den Text wirklich zu verstehen und aus anspruchsvollen Vorgängen Nutzen zu ziehen.

Manchmal ist es schwer zu verstehen, da muss oder möchte man gern mit den Menschen in den schriftlichen Kontakt treten und am Ende könnte man sich selber über sein eigenes Ansinnen/Tun nur ärgern.

Immer öfter erlebe ich es im iNet oder auch im Arbeitsalltag, dass verfasste Beiträge nicht bis zum Ende gelesen, geschweige denn verstanden werden.

Wenn ich das dann merke, reflektiere ich zuerst bei mir und kontrolliere, ob ich da etwas unklar und/oder zweideutig formuliert/kommuniziert habe.

Natürlich passiert mir das auch mal und ich bemühe mich dann umgehend – schon im eigenen Interesse -, es schnell zu korrigieren bzw. zu beheben.

Was ich allerdings in letzter Zeit häufiger feststellen muss, ist der Fakt, dass nach dem Lesen (wahrscheinlich nur eines Teiltextes) bei meinem “Gegenüber” sofort der Angriffs- oder Verteidigungsmodus aktiviert wird und sehr schnell “zurückgeschossen” wird.

Auch wird gerne nur auf einen Teilkomplex der Thematik reflexartig reagiert oder gleich ein ganz andere Baustelle aufgemacht, die mit dem eigentlichen Thema so rein gar nichts mehr zu tun hat.

Es kommt mir dann immer so vor, als ob mein Gegenüber einfach irgendwas “heraushauen” muss, was ihm so gerade in den Sinn kommt. Des Öfteren frage ich mich dann, was sein eigentliches Problem ist oder was er genommen haben könnte. 😉

Am Anfang ist man ja noch gerne bereit, ihm die Sache (noch einmal) zu erklären oder ihn zum Thema zurückzuführen, aber auch da redet/schreibt man gerne gegen eine imaginäre Wand von Ignoranz oder was auch immer.

In den sogenannten sozialen Medien hat man es dann sehr einfach, man stellt diese ziellose Kommunikation durch einfaches “nicht mehr antworten” quasi ein, in der Arbeitswelt ist das leider oftmals nicht möglich bzw. ungleich schwieriger.

Fazit: Bei allem was man erlebt, hat man immer die Chance sich oder die Situation zu verändern, was man auch tun sollte, wenn es in seiner Macht steht. Und wenn das nicht möglich ist, sich wenigstens der Situation zu entziehen.

Ich habe damit heute gleich mal angefangen und drei Leute aus meiner sogenannten Freundesliste bei Facebook reorganisiert (auch entfreundet genannt). Weiterhin werde ich mich bei den “Gesprächen”, bei denen diese Schlaubis am virtuellen Tisch sitzen, in die Beobachterrolle zurückziehen oder auch gerne mal einen auf Schwachmatikus machen. 😉

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