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Der Blog von Gernot Austen

Gelehrtenstein auf einem Sockel

Lesezeit: 2 Minuten

Ein Mann muss drei Dinge im Leben tun: Ein Haus bauen, einen Sohn zeugen und einen Baum pflanzen.

Ich sag mal so….hab ich! 😉
und was die Bäume betrifft….mehrfach.

Nun muss sich der Mann von Zeit zu Zeit immer mal wieder neue Herausforderungen suchen und das fällt mir in der Regel nicht so schwer.

Wer sich mit Bonsai beschäftigt, kommt über kurz oder lang nicht an Suiseki vorbei. Diese Kunstform kommt sehr häufig bei diversen Ausstellungen und Fachzeitschriften der Bonsaizunft vor und wird gerne auch Betrachtungsstein, die Eigenschaften wie Stabilität, Langlebigkeit und Unsterblichkeit hoch schätzt, genannt.

Suiseki werden in der Regel auf zwei verschiedene Weisen präsentiert:

  1. Der Stein wird mit einem Holzsockel (Daiza) versehen.
  2. Der Stein wird auf ein wasserdichtes Tablett oder in eine Schale aus Keramik (Suiban) oder Bronze (Doban) gelegt.

Mein besonderes Augenmerk lag aktuell bei der ersten Variante, da hier der Holzsockel (Daizan) die eigentliche Herausforderung ist und ich es einfach wissen wollte, ob ich das auch hinbekomme.

Heute war es dann so weit, nicht geplant und doch umgesetzt. Ich lief so durch meinen Garten, wo es reichlich „Steinzeug“ gibt. Am Ende fiel die Entscheidung auf einen schönen schwarzen Stein, den ich eigentlich als Beistellobjekt für einen Baum gekauft hatte.

Nun noch das passende Holzstück gesucht und los ging es auch schon. Da ich den Sockel samt Füße aus einem Stück haben wollte, nahm ich ein Kanntholz von einer Größe von 9 cm Breite und 4,50 cm Dicke.

Da ich nicht aus dem Erzgebirge komme und dem Handwerk des Schnitzens auch nicht kundig bin, habe ich die Handfräse scharf gemacht und einfach mal losgelegt

Nachdem die Mulde für die Steinaufnahme fertig war, ging es an der Unterseite weiter. Das Herausarbeiten der Füße war eine dif­fi­zile Arbeit. Hier heißt es einfach durchhalten. 😉

Am Ende wird das gute Stück sorgfältig geschliffen. Da der Stein so schön schwarz ist, habe ich mich (vorerst) nur für das Ölen (Kurobara Kamelienöl) des Daiza (und auch des Steins) entschieden, um den Kontrast besser zur Geltung kommen zu lassen.

Zum guten Schluß: Der Aufwand hat sich meines Erachtens gelohnt und macht Lust auf mehr.

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