3 Seentour als Afterwork nach HomeOffice

Lesezeit: 4 Minuten

Wir schreiben 2020 und es ist Frühling. Ach ja, fast vergessen, die ganze Welt hat Corona.

Diesen Umstand geschuldet, sind viele Menschen werktags im sogenannten HomeOffice, so auch ich.

Damit der wuselige Mensch etwas Abwechslung und Ausgleich bekommt, sucht er sich Irgendetwas. Bei mir ist es immer die Natur und wenn dann noch etwas Bewegung in den müden Körper kommt, um so besser.

Natürlich war von Anfang nicht dieser 3 Tagesritt geplant, aber so ist es dann eben, wenn es gefällt und es auch noch eine Menge zu sehen gibt, kommt das eine zum anderen.

An allen drei Tagen hatte ich eine Grundidee bzw. ein Ziel im Kopf, was dann jeweils daraus geworden ist, ist dann nur noch mit einem „immer weiter“ zu erklären.

Und so tragen alle Tage quasi den Titel der Grundausrichtung des kleinen Ausfluges.

Tag 1 – Langer See

Den Opener musste natürlich „MEIN“ Langer See machen. Er ist eigentlich immer einen Besuch wert. Ob nun zu Fuß, zu zweit, zum Baden und/oder mit dem Fahrrad. Es gab vor Jahren eine Zeit, da war der Weg zu Ihm und darüberhinaus quasi Zufluchtsort und ich fuhr fast täglich zum See bzw. weitere Strecken durch den angrenzenden Wald.

Diesmal sollte es eigentlich nur ein kurzer Abstecher werden, aber kaum angekommen stand die Frage im Raum „und jetzt, war das schon alles?“.

Natürlich nicht – und so nahm ich die südliche Route Richtung Große Krampe und fuhr das gesamte linke Ufer bis zum Dorfkern (Marina von Müggelheim) runter. Eine gute Entscheidung, denn was man zu dieser Jahreszeit besonders gut sieht und wovon ich auch ein großer Freund bin, ist der morbide Wald. Ich finde die Entscheidung der Forsten begrüßenswert, den Wald sich selbst zu überlassen. Es ist – für mich – ein tolles Schauspiel, was „er“ uns bietet, wenn man dafür den Blick hat bzw. das sehen möchte.

Tag 2 – Großer Müggelsee

Schon am Tag selbst, freute ich mich auf mein Afterwork, wobei mir noch nicht ganz klar war, wo es denn diesmal hingehen würde. Das ich etwas finden würde, machte/macht mir hier in meiner direkten Umgebung nie Sorgen. Ich bin mit meiner Umgebung reich beschenkt, dass nur ein Tor, dies nicht nutzt. Leider ist man gerne auch mal selber dieser Tor, denn am Jahresende fragt man sich sehr oft, hast Du das dieses Jahr zur Genüge genutzt?

Nun ja, ich bin wieder auf einen guten Weg, denke ich mal.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie lange so ein Tag im HomeOffice dauern kann. Man fängt um 7:00 Uhr in der Früh (manchmal noch eher an) und sitzt dann doch bis 17:00 Uhr (manchmal noch länger) am Rechner. Ich merke da leider nichts von der weit verbreiteten Meinung, dass man dort eine ruhige Kugel schiebt und eher seine Hausarbeit oder sonstigen erbaulichen Beschäftigungen nachgeht.

Nun gut, ich habe mich dann losgerissen, denn ich hätte gut und gerne weitermachen können, aber ich habe echt Glück, mir nimmt keiner meine Arbeit bis zum nächsten Tag weg. 😉

Schnell noch eine Tasse Kaffee (ich zähle die im HO schon lange nicht mehr) und dabei habe die Grundroute mit mir selbst vereinbart. Es sollte der Müggelsee (der Große 😉 ) sein.

Das Gute hierbei ist, dass es fast auf der ganzen Strecke gut ausgebaute und befahrbare Fahrradwege gibt und man somit, auf den Kontakt mit dem „Fußvolk“ so gut es geht verzichten kann.

Manchmal werden aber die Fahrradwege vom See weggelenkt und dann entscheidet man sich doch lieber den touristisch angenehmeren Weg zu befahren. Innerhalb der Woche ist das auch gar kein Problem, da verstehen sich die Besohlten mit den Pedalrittern ganz gut. Am Wochenende, wenn die Stadtmenschen den Müggelwald heimsuchen, sieht dann ggf. etwas anders aus. Aus diesem Grund meide ich diese Art von Ausfahrten eigentlich ganz gerne am Wochenende und mache so etwas doch lieber unterhalb der Woche.

Mein Weg führte mich diesmal von Müggelheim am linken (westlichen) Ufer über die Müggelseeperle, Rübezahl bis zum Spreetunnel nach Friedrichshagen. Ich blieb diesmal auf „meiner“ Seite und trat die direkte Rückfahrt auf dem gleichen Weg an. Ich musste diese Entscheidung so treffen, denn auf dem Hinweg sah ich ein kleines Detail am Wegesrand, stieg aber nicht ab. Bei der Weiterfahrt reifte die Entscheidung, dieses doch lustige Detail festzuhalten. Ich denke mal, die werte Leserschaft wird es im Bild erkennen.

Nach der Befriedigung meiner Motivsucht, fuhr ich noch am Zeltplatz „Kuhle Wampe“ vorbei, Dieser ist natürlich seit mehreren Jahrzehnten geschlossen, geschichtlich aber allemal sehr interessant.

Tage 3 – Teufelssee

Heute – in eine Kaffeepause – entstand die Idee des Blogs der 3 Seentour, also musste dann auch die Tour mit dem 3. See daher und zack, so war der Teufelssee in die Auswahl gefallen. Wir hätten hier auch noch andere Seen in der Nähe im Angebot (Dämeritzsee, Seddinsee etc.), doch es muss als Afterwork für so einen Nerd, wie mich schaffbar sein. 😉

Der Teufelssee ist schnell von meiner Homebase erreicht und danach stellte sich dann auch heute die Frage… „und nun?“.

Kurz nachgedacht und alles war klar. Ein kleiner Besuch bei meinem Lieblingsbaum – weil so skurril – sollte es sein und danach ging es zum Wendenschloss vis-à-vis von Grünau und auf dem Rückweg, bei einem sehr schönen Sonnenuntergang, wieder am Langen See entlang.

Heute, wie auch an den beiden anderen Tagen, war ein super Wetter und die Tour(en) waren damit noch mal so schön. Ein sehr schöner Nebeneffekt, neben den tollen Eindrücken und den freien Gedanken nach der Büroarbeit, ist es dann auch, dass man nach dieser körperlichen Ertüchtigung gut in den Schlaf kommt, wenn das mal nichts ist … um es nachzumachen. 😉

In diesem Sinne – Let’s go cycling

3 Seentourkarte

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