Sport, gute Leute und Wissenswertes

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Letztes Jahr hat mein Sohn an der Berliner Sternfahrt teilgenommen und seinem alten Herrn den Tipp gegeben: „Das musst Du auch mal machen“. Gesagt – getan, vorher noch ein paar liebe Kolleginnen und Kollegen angesprochen, hier eine weitere Form des soooo tollen Teambuilding für uns zu entdecken. Nee, nicht wirklich…. brauchen WIR nicht.

Da wir (die zugesagt hatten) nun aus verschiedenen Ecken der östlichen Stadt kommen, war der spannendste Teil der Treffpunkt, denn es waren ja doch mehr als nur 10 Teilnehmer an den unterschiedlichsten Sammel-/Einstiegspunkten erwartet worden 😉

Highlight sollte natürlich die Durchfahrt des Britzer Autobahntunnel sein und die wollten wir natürlich gemeinsam zelebrieren. Somit war der Treffpunkt klar…. kurz davor!

Mein (mit meinem Freund und Kollege) offizieller Einstiegspunkt war der schöne Ortsteil Spindlersfeld im noch schöneren gelegenen Köpenick 😉 . Zu diesem Einstiegspunkt hatten die Pedalritter aus Müggelheim bereits etliche Kilometer zurück gelegt, was aber natürlich als willkommene Aufwärmphase gern genommen wurde. Denn ab dem Einstiegspunkt wurde es….. na sagen wir mal…. beschaulich.

Aber wie immer im Leben, auch das hat was. Man(n) kann so auf das vorausfahrende Peloton schauen. Ich will nur so viel sagen, es war wieder von allen alles dabei 😉 einfach schön.

Britzer Damm/Hermannstraße angekommen, wurden wir „gesammelt“, um ALLE den Autobahnanstieg zum Britzer Tunnel um Punkt 13:00 Uhr erklimmen zu lassen. Das war schon sehr cool, hier die Massen an Teilnehmern, hier eine Oversize-Musikanlage auf einem Fahrradanhänger mit Massiv-Bass, genau mein Geschmack und natürlich stand jetzt auch das spannende Unterfangen unsere Leute aus der Nordöstlichen Berliner Hemisphäre „einzufangen“ auf dem Plan. Bei den geschätzten xtausend Leute on the place herausfordernd.

Aber klar, auch hier leistet whatsapp perfekte Dienste und…. zack … gefunden. Gefunden ja, aber sehr schön klitschnass und das quasi 150 Meter vor dem Britzer Tunnels… naja war halt so, vergessen.

Ach ja, dass leidige alte Thema: Autofahrer vs. Sternfahrtteilnehmer.
Ja, die Autofahrer werden an diesem Tag sicherlich massiv eingeschränkt und ich verstehe ihren Unmut.

Was ich nicht verstehe ist, es ist bekannt, es wird in den lokalen Medien (TV und Radio) hoch und drunter gedudelt. Ok, der Tourist ist überrascht, aber was ich mir da aus einigen Berliner Fahrzeugen anhören durfte, ist schlicht gesagt unterirdisch und unterste Schublade. Leider passt genau diese Stimmungslage zum Gesamtbild unserer Nation zur Zeit, eigenverschuldete  Uninformierte klagen an – schade.

Der Rest der Sternfahrt ist strampeln….Schöneberg…. Kudamm… 17. Juni…Goldelse…Brandenburger Tor…..hab fertig.

Fertig, nee! Ausklang mit den Kollegen am Hauptbahnhof im Capital Beach auf einen isotonischen Durschtlöscher 😉 Aber auch dort hatte der Wettergott (nennen wir heute mal Thor) nur kurz ein Einsehen, für unser Abschieds-Relaxing mit geistreichen Getränken. es hatte ja für einen Drink gereicht, also wollen wir mal nicht meckern.

Danach trennten sich die Wege, nur die „harten Kerle“ aus Müggelheim, tja wer sonst 😉 traten auch den GANZEN Rückweg per Fahrrad an.

Ich hatte natürlich auch schon einen Plan für die Rückfahrt, das war zum einen, einen kurzen Abstecher über die Open Air Galerie auf der Oberbaumbrücke und zum anderen eine Tour über die Halbinsel Alt-Stralau, Rummelsburger SeeRummelsburger Bucht und das Gelände des ehemaligen Knast von Rummelsburg. Der Hammer war natürlich, dass ich den jetzige Müggelheimer und EX-Stralauer an meiner Seite quasi als Guide hatte. Sehr informativ und natürlich, wie nicht anders zu erwartend…. es gab auch einige Momente des Aha-Erlebnisses, selbst für den Guide, was hier so alles entstanden ist. Kleine Empfehlung am Rande… sollte Man(n) oder auch Frau (gerne auch zusammen 😉 mal gemacht haben.

Der Rest ist …. nur nach Hause…. aber nicht ohne  einen Zwischenstopp am Rübezahl auf ein….. jaja…. gemacht zu haben. Der Körper bekommt, was der Körper braucht…. Flüssigkeit…. sagt auch mein Arzt.

Am Ende standen so irgendwas von 62 km auf der Uhr und meine Oberschenkel und ich werden reden müssen 😉