Fahrrad-Exkursion im Revier Fahlenberg

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Am 9. Juli ging es auf Entdeckungstour in unseren Wald. Auf Initiative des Umweltkreises leitet Revierförster George Majumder eine Exkursion zum Thema „Horst- und Bruthöhlenbäume“ im Revier Fahlenberg.

Wie im letztes Jahr (Frühlingswanderung „Krumme Laake“) war das mal wieder eine tolle Sache. Ich war auch diesmal wieder hin und weg von so viel Sachverstand und von der lockeren und verbindlichen Art des Revierförsters (der im Übrigen nicht so genannte werden will… entweder George oder Herr Majumder 😉  ) vom Fahlenberg.

Wegen der etwas weiteren Entfernungen der einzelnen Bäume die wir besichtigen wollten, war eine Fußwanderung ungünstig. Aus diesem Grund wurde die Exkursion als Fahrrad-Tour angedacht. Um auch Menschen, die nicht mit dem Fahrrad unterwegs sein können, wurde die Teilnahme durch die Nutzung eines Kremsers gewährleistet. Ein Hoch auf Organisatoren die hier mitgedacht haben und somit auch gehandicapte Menschen an dieser tollen Aktion teil haben lassen.

Auch immer wieder schön ist es, dass die Gruppe sehr gemischt (vom Alter, Wissensstand und/oder Neugierde) ist und nach einer kurzen „Erwärmungsphase“ teilweise sehr intensiv ins Gespräch kommt. Jede Frage ist erlaubt, egal wie nichtig sie im ersten Moment erscheint….doch wenn dann der „Waldexperte“ Fachwissen und Anekdoten zum Besten gibt, spannen alle ihre Lauscher auf und nehmen an diesem Tag.

Er hat eigentlich neben seiner fachlichen Expertise auch das Zeug zum Entertainer. Im Stile von Günther Jauch werden zur Wissenserlangung kleine Quizze eingestreut, welche durch die Wissenssuchende gerne erraten/geschätzt/gewusst werden.

Es sind aber eben auch diese Momente, wo von reiner Fachkunde zum lokalen Bezug sehr entspannt geswitcht wird.

Wir erfuhren viel von gefiederten „Hausbauern“ und deren Nachnutzern, von Mehrfamilienunterkünften und davon, was die beruflichen „Waldmenschen“ dafür tun oder eben auch lassen.

Zu diesem „Lassen“ gehört es dann sehr oft auch, dass man Bäume, die eigentlich tot oder dem Tode geweiht wären, stehen lässt, um deren Bewohner (auch zukünftigen Nachnutzern 😉 ihrer Behausung nicht zu berauben (siehe Bild mit dem „B“ und der „Schutzmarke“).

Es war wieder mal ein Tag, für den ich sehr dankbar dafür bin, genau hier zu wohnen und mir diese besonderen Angebote gemacht werden.