Erstaunliches zur Meinungsfreiheit in einer Hunderunde

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Hintergrund

Gestern war wieder einmal eine Samstagshunderunde.

Dort führen die zweibeinigen Leinenträger natürlich auch Gespräche zu anderen Themen, die uns alle so interessieren (können/könnten).

Im Laufe unseres gestrigen Spazierganges mit unseren Fellnasen fragte ich, ob jemand schon die Formulare für die Grundsteuerreform gedownloaded hätte und so kam ich auch zu einem aktuellen Beitrag des Müggelheimer Boten (unserer Gemeidezeitung) der dort besprochen wurde.

Lange Rede…. ich bekam auf keine meiner Fragen eine segensreiche Antwort und das war auch völlig ok für mich.

Nun wurde es aber spannend bzw. die Folgen daraus für mich in seiner Konsequenz nicht nur unverständlich, sondern geradezu unglaublich.

In der gleichen Ausgabe der Gemeindezeitung, wurde auch ein anderes Thema behandelt, was nicht nur die Leute im allgemeinen sondern auch uns Frauchen und Herrchen in zwei Lager spaltet.

Es ging um die ganz persönliche Haltung zum Ukrainekrieg. Im Boten kamen hierzu beide Lager mit einem Gastkommentar zu Wort.

Auch ich unterhielt mich zu diesem Thema kurz mit einem unserer Teilnehmer (ein Müggelheimer und der WhatsApp-Admin unserer Hunderundengruppe).

Eine dieser Gastkommentatorin ist (nun leider war) auch Mitglied unserer Hundetreffgruppe.

Ich hatte schon bemerkt, dass er, der sonst der Kommunikation an sich sehr zugetan ist, auf einmal sehr wortkarg wurde, besser gesagt dazu so gar nichts zu erwidern hatte.

Nun gut dachte ich, ist ja auch ok.

Was allerdings meiner Meinung nach so garnicht ok ist, war die Tatsache, dass ich/wir alle sehen konnten, dass er kurze Zeit darauf die Gastkommentatorin schlichtweg aus unserer WhatssAppgruppe gekickt hatte.

Um hier meinen Verdacht bestätigen zu lassen oder besser, um zu erfahren ob die “Beendigung” aus beiderseitigem Einverständnis getroffen wurde, kontaktierte ich die Betroffene selbst.

Leider bestätigte sie mir meinen Verdacht, dass diese Handlung des Admins in keiner Weise mit Ihr abgestimmt war oder gar auf ihre Initiative hin geschehen sei.

Natürlich könnte dieser Sachverhalt und der hier beschrieben Zusammenhang Zufall sein, dafür fehlt mir gerade ein wenig die Phantasie.

Mein Fazit

Solche Handlungen zeigen mir immer wieder

  • wie es um unsere Meinungsfreiheit und dessen Anwendung bestellt ist
  • was kleingeistiges Denken bewirken kann, wenn man die Macht (und wenn es nur die Admin-Funktion einer WhatsApp-Gruppe ist) hat
  • wessen geistiges Kind man ist
  • und noch mehr, aber meine gute Erziehung verbietet mir weitere Ausführungen

Meine Schlussfolgerungen

  • in der Regel beende ich solche “Zusammenarbeit, in diesem Fall (noch) nicht
  • hier geht es eigentlich um das Wohl unserer Hunde (Auslauf, Sozialisierung, Spaß für Mensch und Tier)
  • diese lokale Möglichkeit der Hundetreffs ist schon sehr schön
  • ich und mein Hund werden erst einmal dabei bleiben
  • er ist nur der Organisator
  • ich werde mit ihm das 4-Augengespräch suchen, um mein klares Mißfallen und meinen Standpunkt in dieser Sache zu äußern
  • Am Ende behalte ich es mir vor, die Gruppe zu verlassen … falls ER das nicht schon vorher von sich aus veranlasst

Warum schafft es ein Gemeindeblatt 2 Meinungen nebeneinander stehen zu lassen und einzelne Personen des lesenden Volks nicht?

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Bildquellen

  • Kommunikation_Gerd_Altmann_Pixabay: Gerd Altmann @pixabay

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