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Der Blog von Gernot Austen

Einmal Schneiden, Drahten und Legen bitte

… und das doch bitte vom Profi.

Vor gut 2 Jahren habe ich meinen bisher einzigen „echten“ Bonsai von einem guten Bonsaifreund gekauft.

Dieses „ECHTE“ ist von mir eher mit einem Augenzwinkern gemeint, denn grundsätzlich ist mir diese Art von Klassifizierung eigentlich relativ Schnurz. Für mich gibt es nur ein Kriterium und das ist für mich …. mein Geschmack. 😉

Es ist in den Bonsaifachgruppen der sozialen Netzwerke immer wieder „schön“ zu beobachten/lesen, wie sich dort die sogenannten Fachleute das eine oder andere Mal in die Flicken bekommen oder den Neueinsteigern die Welt erklären. Nicht das ich falsch verstanden werde, es ist schon wichtig, sich an die Grundregeln zu halten, nur das Ergebnis ist und bleibt in der Hand bzw. in der Sichtweise des Baumbesitzers. Da spielt es für mich keine Rolle, ob der Eigner nun ein langjähriger Spezialist oder ein ambitioniertes Greenhorn ist. Am Ende wird auch der Neuling seine Fertigkeiten und den Blick für seinen Schützling schulen und verfeinern.

Nun ja … zurück zum Thema.

Nach der zweijährigen Eingewöhnung und des Vitalisierens war es nun an der Zeit, das gute Stück die Gestaltung anheimzustellen.

In der Regel lege ich bei meinen stämmigen Freunden natürlich selber Hand an, doch bei diesem kostspieligen Exemplar hatte ich dann doch ein wenig Muffengang und so sprach ich, nach Empfehlung eines Bonsaifreundes, den Local Hero von Berlin direkt an, ob er mir das Bäumchen gestalterisch in Form bringen könnte.

Ich hatte Glück, die Zusage kam prompt und so sah ich der Zukunft meines chinesischen Wacholders hoffnungsfroh entgegen.

Bevor es los ging, wurden natürlich noch ein paar Vorher-Bilder gemacht, um im Nachhinein einen guten Vergleich zu haben.

Vor einer so großen Reise der wertvollen Fracht gehört es sich, für eine ordentliche Transportgelegenheit zu sorgen. Für mein Prachtstück habe ich keine Mühen gescheut und ihm einen maßgeschneiderten Karton gefertigt.

So verpackt, machten wir uns beide mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg zu Andrea Melloni in die Kantstraße. Ich übergab meinen Schützling in die meisterhaften Hände des Baumkünstlers mit einem letzten Blick auf meinen Zausel. 😉


Heute war es soweit – Andrea und ich hatten uns für heute verabredet, um meinen Liebling in seinem neuen Outfit wieder zu übernehmen. Ich fuhr gerade mit der S-Bahn Richtung Bahnhof Zoo, da kam via Messenger dieses Bild vom Schönling auf mein Smartphone rein. In diesem Moment fiel bei mir die Spannung der Ungewissheit positiv ab.

Messengerbild @Andrea Melloni

Mit dieser Gewissheit liefen sich die letzten Meter von der S-Bahnstation Savignyplatz bis zum Geschäft wie auf Federn. Dort angekommen, nahm ich meinen Kleinen wieder in Empfang und in Augenschein.

Das Bild noch im Laden 😉

Nach diesen Eindrücken der Zufriedenheit, einem kleinen Smaltalk und den aufrichtigen Dank an Andrea, verließ ich beschwingt den Laden und „wir“ machten uns gemeinsam auf den Heimweg.

Fazit: Es war eine sehr gute Entscheidung meinerseits, dies genau so getan zu haben, denn einerseits ist das Ergebnis für mich perfekt und andererseits kann ich aus dem „Endprodukt“ sehr viel lernen, um beim nächsten „Pflegetermin“ dann selbst Werkzeug und Draht bei diesem wertvollen Freund in die Hand nehmen zu können.

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