Der Platz im Wald

Lesezeit: 2 Minuten

Es ist Sonntag und das Wetter lädt zu einem kleinen Spaziergang in den winterlichen (eigentlich eher herbstlichen 😉 Müggelwald ein.

Bei der Entscheidung des heutigen Weges, fiel die Wahl sehr schnell auf meinen Lieblingspfad im Wald. Es ist der Weg zu diesem Platz, den ich sehr oft mit meiner Hündin Riva (eine Labradordame) gegangen bin, um einerseits meinen Hund von der Leine zu lassen und anderseits mich auf eine Bank niederzulassen und meinen Gedanken freien Lauf lassen konnte.

Riva starb am 19.04.2012 und sie fehlt mir seit dieser Zeit in der einen oder anderen Situation doch sehr bzw. erinnere mich ihrer. Besonders wenn ich durch unseren nahegelegenen Wald spazieren gehe und eben in die Nähe „unseres“ Platzes gelange.

Es waren immer diese Momente, in denen es mir aus verschiedensten Gründen nicht gut ging oder eben alleine sein wollte, ohne wirklich alleine sein zu wollen. Da schnappte ich mir meinen blonden Engel und ging mit ihr nicht selten zu diesem Platz.

Riva war eine Seele von Hund (ok, das sagt bestimmt fast jede Besitzerin/ jeder Besitzer von seinem vierbeinigen Begleiter). Ich kannte sie nur ausgeglichen und tiefenentspannt. Natürlich gab es auch bei Riva eine Grenze, wo dann eben der Spaß aufhörte, diese sind allerdings an einer Hand abzuzählen. Da waren dann eben Momente, die wir Zweibeiner auch kennen, es gibt Lebewesen, mit den kann man eben nicht…. so gar nicht.

Riva war ein phantastischer Familienhund. Unsere beiden Kinder (jetzt schon eigenständige „Menschleins“) hatten ebenfalls viel Freude mit ihr. Auch „half“ sie uns quasi bei der Erziehung unserer beiden Stammhalter in punkto Verantwortung (regelmäßige Pflichten etc.) großartig mit. Beide „wollten“ sich natürlich auch um Riva kümmern (Gassi gehen, füttern, Pflege etc.), was sie beide sehr gut gemacht haben. Dafür auch an dieser Stelle nochmals vielen Dank.

Unser vierbeiniger Schatz wurde fast 15 Jahre, was für einen Hund dieser Größe schon ein stattliches Alter ist. Wir haben Sie aber nicht wirklich hergegeben. Nicht nur, dass sie bei uns auf dem Grundstück begraben ist, bleibt sie auch für immer in unserer Erinnerung und in unserem Herzen als ein liebenswertes Familienmitglied.