Die Postbank im Kreuzfeuer: Ein kritischer Blick auf die Verzögerung in der Nachlassverwaltung

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Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

es ist bedauerlich, dass ich mich heute mit einem äußerst unzufriedenen Herzen hier äußern muss. Die Nachlassverwaltung für das Konto meiner verstorbenen Mutter bei der Postbank ist ein Musterbeispiel für mangelhafte Kommunikation, unzureichenden Kundenservice und unangemessenes Zeitmanagement.

Seit dem 9. November 2023 liegt der Antrag zur Abwicklung des Nachlasses vor. Dieser beinhaltet klare und dringende Anweisungen zur Schließung des Sparkontos mit einem größeren Guthaben sowie die planmäßige Auflösung des Girokontos zum 31. Dezember 2023. Es sollte kein Hexenwerk sein, diesen rechtlich festgelegten Anweisungen Folge zu leisten, insbesondere wenn sämtliche erforderlichen Unterlagen und Formulare zeitnah und vollständig eingereicht wurden.

Jedoch scheint die Postbank ein Meister im Ignorieren von Kundenbedürfnissen zu sein. Trotz regelmäßiger Nachfragen seitens der Erben blieb der Status des Verfahrens im Dunkeln. Es scheint fast so, als ob die Postbank die Kunst der Ignoranz perfektioniert hat, indem sie Anrufe unbeantwortet lässt und berechtigte Bitten um Rückrufe konsequent ignoriert.

Doch das ist nicht alles. Das Verhalten einiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Postbank spottet jeder Professionalität und Respekt gegenüber den Kunden. Freche Antworten und abrupte Beendigungen von Telefonaten sind keine Seltenheit. Es ist enttäuschend, dass eine Institution wie die Postbank es zulässt, dass ihre Angestellten derart unprofessionell agieren und Kundenfrust auf diese Weise schüren.

Mitte März 2024, ganze sechs Monate nach Einreichung des Antrags, erhielten wir endlich die Bestätigung, dass das Girokonto geschlossen wurde. Doch das ist bei Weitem nicht ausreichend. Es ist inakzeptabel, dass ein solch einfacher Vorgang so viel Zeit in Anspruch nimmt und dass die Postbank nicht in der Lage ist, dem benannten Nachlassverwalter entsprechende Informationen zukommen zu lassen.

Die Dringlichkeit dieser Angelegenheit kann nicht genug betont werden. Es geht nicht nur um den Zugang zu unserem rechtmäßigen Erbe, sondern auch um die Begleichung dringender Kosten wie die Auflösung der Wohnung und die Beerdigungskosten. Es ist unverantwortlich, dass die Postbank diese finanzielle Belastung durch ihre unentschuldbare Verzögerung noch verschlimmert.

Daher fordern wir von der Postbank (Brief an das Beschwerdemanagement der Postbank) umgehend eine detaillierte Erklärung für die Verzögerungen sowie eine verbindliche Zusage bezüglich der weiteren Schritte zur Abwicklung des Nachlasses. Sollten wir nicht binnen angemessener Frist eine zufriedenstellende Lösung erhalten, behalten wir uns rechtliche Schritte vor und werden auch die Einbindung der Presse in Betracht ziehen.

Es ist an der Zeit, dass die Postbank ihre Kunden nicht nur als bloße Nummern betrachtet, sondern als Menschen mit berechtigten Anliegen und Bedürfnissen. Es ist an der Zeit, dass sie ihre Prozesse überdenkt und sicherstellt, dass solche unnötigen Verzögerungen und Fehlkommunikationen nicht mehr vorkommen.

Wir, die Erben und die Familie bleiben gespannt, ob sich nun etwas bewegt.

Nachklapp: Recherche

Eine kleine Recherche im Internet ergab unter anderem diesen Beitrag des NDR.

Damit wird alles bestätigt, was wir seit 6 Monaten erleben durften.

Fazit/Empfehlung:

Falls Ihr Postbank-Kunde seid, sucht Euch eine andere Bank und sprecht auch mit Euren Eltern darüber, damit Ihr gemeinsam Eure Schlüsse daraus ziehen könnt, denn ansonsten braucht Ihr sehr viel Geduld mit diesem dreisten Unternehmen bei der späteren (leider unerlässlichen) Abwicklung von Nachlassfragen.

Quelle Titelbild: trouble_by_Gerd Altmann

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