Japanreise: 5. Tag – Von Tokio über Kamakura nach Kawaguchiko

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Nach einem letzten, köstlichen Frühstück in Tokio, das ich einfach nicht missen möchte, begann unser Tag mit einer aufregenden Fahrt entlang der Pazifikküste. Ich saß in unserem komfortablen Reisebus, ausgestattet mit WLAN und Klimaanlage – ein wahrer Luxus, um die atemberaubende Landschaft unterwegs zu genießen.

Kamakura: Haseda Tempel und der Riesenbuddha

Die erste Station war Kamakura, berühmt für seinen beeindruckenden bronzenen Riesenbuddha. Schon beim Näherkommen spürte ich eine gewisse Ehrfurcht. Wusstest Du, dass dieser Buddha 13,35 Meter hoch ist und aus über 100 Tonnen Bronze besteht? Es ist ein unglaubliches Gefühl, vor einem solch majestätischen Werk zu stehen, das seit dem 13. Jahrhundert hier thront.

Hier sind einige Highlights, die ich erlebt habe:

  • Die ruhige Atmosphäre: Während ich die Stufen zur Statue hinaufging, fühlte ich, wie die Hektik der Stadt von mir abfiel.
  • Die Fotomöglichkeiten: Der Buddha ist nicht nur beeindruckend, sondern auch ein großartiges Fotomotiv. Hast Du schon einmal versucht, ein perfektes Selfie mit einem historischen Denkmal zu machen? Ich kann Dir sagen, es ist eine Herausforderung!

Hasedera Tempel

Der Riesenbuddha

Nach einer ergreifenden Zeit beim Riesenbuddha fuhren wir weiter nach Kawaguchiko.

Pitstop: in Shizuoka

Wie bestellt, so geliefert = lecker!

Kawaguchiko: Blick auf den Fuji-san & Bootsfahrt

Als wir im Fujisan World Heritage Center ankamen, war die Vorfreude riesig. Doch unser erster Blick auf den Fuji-san war eher enttäuschend. Der Himmel war stark zugezogen, und der majestätische Berg blieb verborgen. Statt des erhofften Ausblicks erwartete uns erst einmal jede Menge „Lesestoff“ – faszinierende Informationen über die Kultur und Geschichte rund um den heiligen Berg.

Theoretisches Wissen und Geduld

Es ist schon spannend, sich mit der Geschichte des Fuji-san auseinanderzusetzen. Wusstest Du, dass der Berg als heilig gilt und seit Jahrhunderten ein Ziel für Pilger und Reisende ist? Doch während ich die Ausstellungen durchblätterte, sehnte ich mich nach dem echten Anblick des Berges.

Die trockene Theorie kann zwar lehrreich sein, aber das echte Erlebnis bleibt unerreicht. Das kennt doch jede*r, oder? Manchmal hilft nur Geduld und das Vertrauen, dass sich die Dinge zum Besseren wenden werden.

Hoffnung auf die Bootsfahrt

Nach dem Besuch des Zentrums war unsere Hoffnung auf die bevorstehende Bootsfahrt groß. „Vielleicht zeigt sich der Fuji-san ja doch noch“, dachten wir optimistisch. Die Aussicht auf das Wasser und die Möglichkeit, den Berg aus einer anderen Perspektive zu sehen, hielt unsere Stimmung hoch.

Plötzliche Wende

Und dann, während wir auf dem Kawaguchiko See unterwegs waren, geschah das Unglaubliche. Die Wolken begannen sich zu lichten, und plötzlich erblickten wir den Fuji-san zuerst schemenhaft mit zunehmender “Klarheit”.

Die Bootsfahrt selbst war ein Erlebnis. Leicht schaukelnd auf dem Wasser, umgeben von Bergen, fühlte ich mich, als wäre ich Teil eines japanischen Gemäldes. Ich habe ein paar Fotos gemacht, die ich Dir nicht vorenthalten möchte:

Entspannung im Ryokan – Hotel Royal und die japanische Gastfreundschaft

Nach einem aufregenden Tag am Kawaguchiko See führte mich mein Weg ins Hotel Royal, ein echtes japanisches Hotel mit Onsenanschluss. Ich war voller Vorfreude und Neugier auf das, was mich erwarten würde.

Ein Zimmer wie im Film

Als ich den Schlüssel zu meinem Zimmer in das Schloss steckte und die Tür öffnete, war ich baff erstaunt. Der Anblick war einfach traumhaft – wie aus einem japanischen Film. Die traditionellen Elemente waren perfekt integriert und schafften eine Atmosphäre, die sofort entspannend wirkte.

Einrichtung und Atmosphäre

  • Futonbett: Das Futonbett war gemütlich und einladend. Ich konnte es kaum erwarten, mich darauf zu kuscheln.
  • Tatamimatten: Die Tatamimatten, die den Boden bedeckten, gaben dem Raum ein authentisches Gefühl. Es war, als wäre ich in eine andere Welt eingetaucht.
  • Funktionale Einrichtung: Der Raum war zwar schlicht, aber sehr funktional – genau mein Ding. „More than less“ würde ich sagen. Alles, was ich brauchte, war vorhanden, ohne überflüssigen Schnickschnack.

Zurück zum Fujisan: Die Erleuchtung kam wie ein Geschenk. Im Gruppenchat wurde wurde die frohe Botschaft “verkündet”.

Der Gipfel war klar und majestätisch – ein Anblick, der mich (und sicherlich auch die Gruppe) sprachlos machte und ich zum Fenster trat und mein Smartphone zückte

Japanische Gastfreundschaft

Die Atmosphäre im Hotel Royal war warm und einladend. Ich fühlte mich sofort willkommen. Die japanische Gastfreundschaft zeigt sich in den kleinen Details – ein Lächeln hier, ein höfliches Nicken dort. Das ist etwas, das ich während meiner ganzen Reise in Japan geschätzt habe.

Onsen-Erlebnis

Ein echtes Highlight war der Zugang zum Onsen. Ich kann Dir sagen, es war eine Wohltat, nach einem langen Tag in die heißen Quellen zu tauchen. Das warme Wasser umhüllte mich wie eine sanfte Umarmung und ließ alle Anspannung von mir abfallen.

Wir hüllten uns in Baumwollyukatas und tauchten in die traditionelle Badekultur Japans ein. Das Wasser war angenehm warm und die gesamte Atmosphäre entspannend. Hand aufs Herz, wer könnte nach einem langen Tag nicht etwas Entspannung gebrauchen?

Das Abendessen im typisch japanischen Stil war ein Fest für die Sinne. Jedes Gericht war ein kleines Kunstwerk, und ich konnte nicht anders, als jedes Detail zu bewundern.

Hier ein paar Eindrücke der Küche:

  • Vielfalt der Aromen: Jedes Gericht brachte neue Geschmäcker und Texturen mit sich.
  • Die Präsentation: Man isst nicht nur mit dem Mund, sondern auch mit den Augen.

Fazit

Der fünfte Tag meiner Japanreise war voller unvergesslicher Erlebnisse. Von der majestätischen Buddha-Statue in Kamakura, die Bootsfahrt auf dem Kawaguchiko See, das Onzen und das leckere originale japanische Essen– es war eine perfekte Mischung aus Kultur und Natur.

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