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Tag 4 beginnt – endlich unterwegs!

Der Motor läuft, die Türen fallen ins Schloss, ein kurzer Blick auf die Karte – und los geht’s. Tag 4 auf Fuerteventura ist der Startschuss für die große Autotour entlang der Westseite der Insel. Drei Tage lang wird das Leihauto zum treuen Reisebegleiter. Kein Busfahrplan, keine festen Zeiten. Einfach einsteigen und fahren.

Es ein Citroën. Kein Luxusliner, aber genau richtig für kurvige Straßen und spontane Stopps. So ein Mietwagen fühlt sich schnell an wie ein kleines Stück Freiheit auf vier Rädern. Taschen auf den Rücksitz, Wasserflasche in die Mittelkonsole, Sonnenbrille auf – und schon wird aus einem einfachen Auto ein Reiseermöglicher.

Startpunkt ist natürlich El Cotillo, ein ruhiger Küstenort im Nordwesten von Fuerteventura. Von hier aus zieht sich die Straße Richtung Süden – vorbei an karger Landschaft, vulkanischen Hügeln und immer wieder diesem Blick auf den Atlantik.

Und genau da beginnt das Gefühl von Abenteuer. Nicht spektakulär im lauten Sinne. Eher dieses leise Kribbeln, wenn der Tag noch komplett offen ist.


Die Westküste – rau, weit und beeindruckend

Die Westseite der Insel zeigt ein anderes Gesicht als die bekannten Strände im Osten. Hier wirkt alles ursprünglicher. Rauer. Der Wind hat freie Bahn und die Wellen rollen mit Kraft an die Küste.

Beim Fahren fällt sofort auf, wie weit die Landschaft wirkt. Keine dichten Wälder, keine hohen Häuser. Stattdessen offene Flächen, steinige Hügel und Straßen, die sich wie dünne Linien durch die Natur ziehen.

Kennst du das Gefühl, wenn man automatisch langsamer fährt, obwohl niemand dazu zwingt? Genau das passiert hier. Nicht aus Vorsicht – sondern weil es einfach zu viel zu sehen gibt.


Mirador Guise y Ayose – Aussicht mit Weitblick

Der erste große Halt ist der Mirador Guise y Ayose. Schon die Anfahrt macht klar: Jetzt wird es bergig. Die Straße windet sich nach oben, Kurve für Kurve.

Oben angekommen wartet ein Aussichtspunkt, der seinem Namen gerecht wird. Weite Täler breiten sich aus, die Landschaft wirkt fast gemalt. Je nach Licht verändert sich alles – mal warm und golden, mal kühl und klar.

So ein Aussichtspunkt hat etwas Eigenartiges. Kaum ausgestiegen, wird automatisch das Handy gezückt. Ein Foto hier, ein Foto da. Und dann irgendwann der Moment, in dem das Gerät wieder verschwindet, weil der Blick ohne Display einfach besser ist.

Ein paar Minuten bleiben hier schnell länger als geplant. Typisch Autotour.


Betancuria – ein Ort mit Charakter

Weiter geht es nach Betancuria, einem Ort, der sich eng in die Landschaft schmiegt. Schon bei der Einfahrt fällt auf, wie anders alles wirkt. Mehr Struktur, mehr Gebäude, mehr Leben.

Die Straßen sind überschaubar, die Wege kurz. Genau richtig für einen kleinen Rundgang. Kein Stress, kein Gedränge – einfach durch die Gassen schlendern und schauen, was sich hinter der nächsten Ecke verbirgt.

Solche Orte sind perfekt für eine Pause. Vielleicht kurz hinsetzen, etwas trinken, die Eindrücke sortieren. Autotouren leben genau von diesen Zwischenstopps.


Pájara – der nächste Halt

Nicht weit entfernt liegt Pájara. Die Strecke dorthin zeigt schon, was noch kommt: Kurven. Viele Kurven.

Die Landschaft verändert sich ständig. Mal felsig, mal weich geschwungen. Mal weitläufig, mal eng.

Im Ort selbst geht alles ruhig zu. Keine Hektik, kein Lärm. Genau das macht solche Stopps angenehm. Kurz aussteigen, die Beine vertreten, vielleicht ein paar Fotos – und dann weiter.

Denn das nächste Ziel wartet schon.


Ajuy – Höhlen am Atlantik

Die Straße führt Richtung Küste nach Ajuy. Schon von weitem kündigt sich der Atlantik an. Das Licht verändert sich, die Luft wirkt klarer, und irgendwann taucht das Meer auf.

Hier sind die Höhlen das Ziel. Dunkle Felsen, kräftige Wellen, ein ständiges Rauschen im Hintergrund. Die Natur zeigt sich hier von ihrer energischen Seite.

Der Weg dorthin ist gut machbar, aber festes Schuhwerk ist keine schlechte Idee. Der Untergrund kann uneben sein.

Und dann stehst du vor den Höhlen. Felsen ragen auf, Wellen schlagen gegen die Küste. Ein Ort, der Eindruck macht – ganz ohne große Worte.


Mirador Astronómico de Sicasumbre – Blick in die Weite

Zum Abschluss wartet der Mirador Astronómico de Sicasumbre. Wieder geht es nach oben. Wieder diese Straßen, die sich durch die Berge schlängeln.

Hier oben wirkt alles weit. Fast grenzenlos. Die Landschaft breitet sich aus, als hätte jemand eine Karte vor dir ausgerollt.

Ein perfekter Ort, um kurz innezuhalten. Die Tour Revue passieren lassen. Die Strecke im Kopf nochmal abfahren.

Und vielleicht auch kurz überlegen, wie viele Kurven heute eigentlich zusammengekommen sind.

Viele. Sehr viele.


Serpentinen – nichts für Eilige

Die Straßen zwischen den einzelnen Stopps haben es in sich. Anspruchsvolle Serpentinen prägen große Teile der Strecke.

Lenken, bremsen, beschleunigen – immer wieder. Wer gerne fährt, kommt hier voll auf seine Kosten. Wer ungern Kurven fährt… nun ja, sieht immerhin viel Landschaft.

Manchmal taucht hinter der nächsten Kurve plötzlich ein neuer Ausblick auf. Manchmal zieht sich die Straße wie ein Band den Hang entlang.

Solche Strecken machen eine Autotour lebendig. Sie fordern Aufmerksamkeit. Und genau das sorgt dafür, dass jede Minute bewusst erlebt wird.

Nebenbei entsteht dieses typische Beifahrer-Gefühl: „Hast du das gesehen?“ – „Zu spät, schon vorbei.“


Der Reisebegleiter auf vier Rädern

Drei Tage lang begleitet der Mietwagen die Reise. Ein Citroën – praktisch, zuverlässig und genau passend für diese Tour.

So ein Auto wird schnell mehr als nur ein Fortbewegungsmittel. Es ist Stauraum, Rückzugsort und Aussichtspunkt zugleich.

Mal dient es als Schattenspender. Mal als Sitzbank für eine kurze Pause. Mal einfach als sicherer Platz für alles, was unterwegs nicht gebraucht wird.

Und irgendwann kennt man jede Eigenheit. Wo das Navi hängt. Wie die Türen klingen. Wie stark die Klimaanlage arbeitet.

Kleine Details, die unterwegs ganz selbstverständlich werden.


Was bedeutet eigentlich „El Cotillo“?

Der Ausgangspunkt der Tour trägt einen Namen mit Bedeutung. „El Cotillo“ ist ein spanischer Ortsname und bedeutet wörtlich übersetzt „die kleine Meise“ oder „der kleine Spatz“. Der Begriff leitet sich von „cotillo“ ab, einer regionalen Bezeichnung für einen kleinen Vogel.

Im Alltag spielt diese Bedeutung kaum eine Rolle. Der Name ist vor allem ein geografischer Begriff.

Als Ort ist El Cotillo bekannt für seine Strände, Lagunen und Surfmöglichkeiten. Ein ehemaliges Fischerdorf, das sich zu einem beliebten Ziel entwickelt hat.

Und gleichzeitig ein perfekter Startpunkt für Entdeckungstouren wie diese.


Unterwegs auf eigene Faust

Autotouren haben ihren ganz eigenen Rhythmus. Kein Zeitplan, kein Gruppentreffen, keine festen Stopps.

Zu lange am Aussichtspunkt geblieben? Egal.

Kurz spontan angehalten? Genau richtig.

Nochmal umgedreht für ein Foto? Passiert.

Diese Freiheit macht den Unterschied. Jeder Halt wird zur eigenen Entscheidung. Jede Strecke zum Teil des Erlebnisses.


Fazit – Ein Tag voller Eindrücke

Die Route entlang der Westseite von Fuerteventura verbindet vieles: Aussichtspunkte, Orte, Küste und Berge.

Vom Start in El Cotillo über Mirador Guise y Ayose, Betancuria und Pájara bis zu den Höhlen von Ajuy und dem Mirador Astronómico de Sicasumbre entsteht ein abwechslungsreicher Tag.

Dazu kommen die Straßen. Die Kurven. Die Ausblicke.

Am Ende des Tages fühlt sich die Strecke länger an, als sie auf der Karte wirkt. Nicht wegen der Entfernung – sondern wegen der Eindrücke.

Und genau das macht eine gute Autotour aus.



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